Brandschutz als Digitalisierungshindernis
Die Digitalisierung von Informationssystemen in Kliniken, Schulen und ΓΆffentlichen GebΓ€uden schreitet vielerorts nur zΓΆgerlich voran. Brandschutztechnische Auflagen schrΓ€nkten bisher den Einsatz elektronischer GerΓ€te und Displays im Flucht- und Rettungswegebereich stark ein. Insbesondere Brandschutzbeauftragte zeigten sich in der Vergangenheit oft skeptisch gegenΓΌber der Installation digitaler Infotafeln β aus Sorge vor zu hohen Brandlasten, Rauchentwicklung, unsicheren Materialien und fehlender Zertifizierung.
Doch die Anforderungen an moderne GebΓ€udekommunikation steigen. Immer mehr Einrichtungen erkennen den dringenden Digitalisierungsbedarf, sei es durch gestiegene Patienten- und Besucherzahlen, gestiegene Anforderungen an Transparenz und FlexibilitΓ€t bei der Informationsverbreitung oder fehlende FachkrΓ€fte und die daraus resultierende Automatisierung von Prozessen, um bestehende Ressourcen effizient einzusetzen. Im direkten Vergleich zu digitalen LΓΆsungen werden die Nachteile klassischer PapieraushΓ€nge schnell deutlich: ob zentrale Infotafeln, digitale BelegungsplΓ€ne, Wegeleitsysteme oder digital vernetzte TΓΌrschilder β die LΓΆsungen bieten entscheidende Vorteile in der AktualitΓ€t, Γbersichtlichkeit und Bedienbarkeit β vorausgesetzt, sie dΓΌrfen installiert werden.
Der Durchbruch: Brandschutzzertifizierte Digitaldisplays gemÀà VdS 6024 Richtlinie
Ein technologischer Wendepunkt ist erreicht. Mittlerweile sind Digitaldisplays verfügbar, die den strengen Vorgaben der VdS-Richtlinie 6024 und den Brandschutzanforderungen der Klassifizierung A1 (nicht brennbar gemÀà DIN EN 13501-1) entsprechen. Diese speziell entwickelten Brandschutz-Displays kânnen auch in sicherheitskritischen Bereichen installiert werden, etwa in Fluren, TreppenhÀusern oder Eingangsbereichen. Die elektrischen GerÀte sind so konzipiert, dass sie im Brandfall keine zusÀtzliche GefÀhrdung darstellen und die Grenzwerte aus VdS 6024 sowie A1 nicht überschreiten. Zu einem der weltweit ersten VdS 6024 zertifizierten Hersteller und als Vorreiter bei brandschutzoptimierter Medientechnik zÀhlt die gekartel AG.
Klaus SchΓ€fer, GeschΓ€ftsfΓΌhrer der gekartel AG, fΓΌhrt die Vorteile der VdS 6024 Richtlinie auf:
βDie VdS 6024 hat eine sehr positive Wirkung fΓΌr uns. Mit unseren Produkten wollen wir ja digitalisieren und sind dabei oftmals in Flucht- und Rettungswegen, in TreppenhΓ€usern. Vor der VdS 6024 gab es fΓΌr Medientechnik kein Regelwerk. Das hat fΓΌr sehr groΓe Unsicherheit gesorgt. Das Regelwerk hilft uns an der Stelle sehr, einen Standard zu schaffen, den die Brandschutzbeauftragten dann auch genehmigen kΓΆnnen.β
Diese technologische Entwicklung ist besonders relevant fΓΌr:
- Kliniken, in denen etwa PatientenstrΓΆme effizient geleitet, aktuelle Informationen zu Leistungen, Γrzten und Klinikbereichen, aber auch Belegungen tagesaktuell angezeigt werden mΓΌssen. Auch Wartezimmer in Arztpraxen oder Medizinischen Versorgungszentren zΓ€hlen dazu.
- Schulen, Kitas und ΓΆffentliche GebΓ€ude, in denen Orientierung im GebΓ€ude, minimaler Pflegeaufwand bei der Inhaltserstellung und ein guter BΓΌrger-/Klientenservice entscheidend sind. Das Thema An- und Abmeldung von Personen (z. B. Kindergartenkinder in der Einrichtung) gewinnt stetig an Bedeutung.
Akzeptanz bei Brandschutzbeauftragten wΓ€chst
Ein entscheidender Vorteil der neuen Displays nach VdS 6024-Standard, wie sie etwa die gekartel AG anbietet, liegt in ihrer zertifizierten Sicherheit: Brandschutzbeauftragte, die bisher aus berechtigten GrΓΌnden Hardware ablehnten, kΓΆnnen ihre Entscheidung nun auf Grundlage offiziell bestΓ€tigter Werte sowie einer bundesweit einheitlichen Regelung samt Zertifikat fΓ€llen. Die Systeme erfΓΌllen nicht nur die Grenzwerte in Anlehnung an bekannte Baustoffklassen, sondern sind mit VdS 6024-Zertifikat insbesondere auch fΓΌr die Installation in Fluchtwegen geeignet. Das macht sie planungssicher einsetzbar.