23.11.2023 | Lesezeit: 4 Minuten | 659 Ansichten

In einer Zeit, in der sich die Technologie ständig weiterentwickelt und die Erwartungen der Verbraucher steigen, suchen Unternehmen ständig nach innovativen Wegen, um das Kundenerlebnis zu verbessern. Eine solche Lösung kann die Integration von künstlicher Intelligenz in digitale Informationsdisplays am Point of Sale sein. Welche Vorteile es mit sich bringt, was der aktuelle Stand ist und welche Bedenken es gibt, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

 

Personalisierte Produktempfehlungen

Einer der wichtigsten Vorteile bei der Integration von KI in Infodisplays im Handel ist die Möglichkeit, personalisierte Produktempfehlungen zu geben. KI-Algorithmen können die Kaufhistorie und die Vorlieben der Kunden in Echtzeit analysieren, so dass Unternehmen maßgeschneiderte Kaufvorschläge unterbreiten können. Dadurch wird nicht nur der Einkaufsprozess optimiert, sondern auch die Wahrscheinlichkeit eines Kaufabschlusses erhöht. Wenn ein Kunde zum Beispiel eine Kamera kauft, kann das Display ergänzende Artikel wie Speicherkarten, Objektive oder Kamerataschen empfehlen und so ein zufriedenstellendes und umfassendes Einkaufserlebnis schaffen. Gleichzeitig ermöglichen KI-gesteuerte Infodisplays es Einzelhändlern ihren Bestand in Echtzeit zu aktualisieren. Nichts ist für einen Kunden frustrierender, als sich in ein Produkt zu verlieben, nur um dann festzustellen, dass es nicht mehr vorrätig ist. Wird eine KI an ein bestehendes Warenwirtschaftssystem mit Warenvorschubsystem angebunden, ergeben sich weitere Vorteile: Die KI kann, nachdem über einen längeren Zeitraum entsprechende Daten gesammelt wurden, Prognosen über das Einkaufsverhalten erstellen. Soll heißen, wenn Familien Ihren Wochenendeinkauf Samstagvormittag erledigen, werden in diesem Zeitraum mehr Süßigkeiten gekauft als beispielsweise an einem Dienstagabend. Mit Hilfe der KI entsteht über die Zeit für definierte Produkte eine Art Absatzhistorie, aus der Prognosen für die Bestandsverwaltung resultieren und der Einkauf optimiert werden kann. Zum Einsatz kommt eine KI auch in Kombination mit einem Kamerasystem: Die Kunden werden gefilmt und diese Bilddaten werden von einer Software anonymisiert an die KI gegeben. Arbeitsgrundlage für die KI sind also beispielsweise Informationen, dass es sich um einen Mann Mitte 50 handelt. Hinzu kommen Daten wie Standort im Laden, Wochentag oder Tageszeit. Steht der Kunde nach 18 Uhr an der Metzgertheke, spielt die KI eine Weinempfehlung aus, da der Kunde vielleicht Grillgut kauft, aufgrund seines geschätzten Alters ein höheres Einkommen hat als ein Jugendlicher und den Feierabend eventuell mit einem Glas Wein ausklingen lassen will.

Durch die seit 2018 in der EU geltenden DS-GVO ist auch der Datenschutz gegeben. Auch der Einsatz der beschriebenen Kamerasysteme ist nur zulässig, wenn ein Nachweis erfolgt, dass die Bilddaten direkt und ausschließlich eine Software speisen, welche die Daten anonymisieren und die Weitergabe erst im Anschluss erfolgt.

Verbesserte Kundenbetreuung

KI-unterstützte Medientechnik soll die menschliche Hilfe von Verkaufspersonal nicht ersetzen, sondern diese vielmehr unterstützen. Auch in Hinblick auf den Fachkräftemangel kann eine KI Unterstützung leisten: Benötigen Kunden Informationen zu einem Produkt, die beispielsweise auf der Herstellerwebsite verfügbar sind, können Digital-Signage-Lösungen mit Chatbots und virtuellen Assistenten ausgestattet werden, um den Kunden sofortige Unterstützung zu bieten. Die Kunden können Fragen zu Produktmerkmalen und Preisen stellen oder sogar eine Anleitung zur Verwendung eines Produkts anfordern und sich gleichzeitig auf die Erfahrungen des Verkaufspersonals verlassen. So entsteht ein interaktives und informatives Einkaufserlebnis, bei dem sich die Kunden während ihres gesamten Einkaufs gut informiert und unterstützt fühlen.

Der Status Quo

Seit kurzem setzt der Einzelhandel punktuell auf KI, wobei sich derzeit deren Nutzung in diesem Sektor in einem aufstrebenden Stadium befindet. Hier sind einige wichtige Entwicklungen:

  • Personalisierte Empfehlungen: KI ermöglicht es Einzelhändlern, das Einkaufserlebnis durch personalisierte Produktempfehlungen zu verbessern. Dies geschieht durch die Analyse von Kundenverhalten und -präferenzen, um maßgeschneiderte Produktvorschläge zu bieten.
  • Bestandsmanagement: Sofern die KI an ein bestehendes Warenwirtschaftssystem gekoppelt ist, kann sie Einzelhändler bei der Verwaltung von Lagerbeständen unterstützen, indem es Echtzeitdaten zur Verfügbarkeit von Produkten liefert. Dies minimiert Überbestände und Engpässe, da mithilfe von Prognosen Vorhersagen zu Nachfrage getroffen werden kann und der Einkauf optimiert wird.
  • Chatbots und virtuelle Assistenten: Im Kundenservice werden vermehrt KI-gesteuerte Chatbots und virtuelle Assistenten eingesetzt, um Kundenfragen zu beantworten und den Support zu verbessern.

Die Integration von künstlicher Intelligenz mittels Info-Displays am Point of Sale ist ein entscheidender Fortschritt für den Einzelhandel. Sie verbessert nicht nur das Kundenerlebnis, sondern ermöglicht es Einzelhändlern auch, datengestützte Entscheidungen zu treffen, die ihr Geschäftsergebnis verbessern. Im Zuge des technologischen Fortschritts wird die Rolle der KI im Einzelhandel weiter zunehmen, die Art und Weise, wie Kunden mit Unternehmen interagieren, neu definieren und letztlich zu mehr Umsatz und Kundenzufriedenheit führen.

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