Was für Android bei Digital Signage spricht
Die Top-Mehrwerte:
- Stabileres Betriebssystem als Windows: nach spontanen Stromausfällen oder hartem Ausschalten, ohne das übliche Herunterfahren, startet das Betriebssystem wieder ohne Probleme, sprich läuft sauber hoch
Folge: mehr Arbeitsruhe im Feld und weniger Außeneinsätze
- Browserbasierte Contentpflege und Wartung: über einen normalen Arbeits-Windows-PC ist das Pflegen von Content über den Browser möglich
Weitere Android – Vorteile
1. Geringere Hardwarekosten
Android kann direkt auf dem SoC (Funktionen eines gesamten Computers auf einem Mikrochip) eines Displays laufen. Ein zusätzlicher Windows-PC bzw. Mini-PC entfällt häufig.
2. Sehr gut für Digital Signage optimiert
Android eignet sich hervorragend für Anwendungen, bei denen hauptsächlich Inhalte dargestellt werden: Webseiten, Videos, Bilder, Informationen, Apps und interaktive Inhalte.
3. Weniger Komponenten
Bei einem Android-Display können Display, Rechner, Betriebssystem und Schnittstellen in einem Gerät integriert sein. Das reduziert potenzielle Fehlerquellen.
4. Niedriger Energieverbrauch
Android-basierte SoC-Systeme benötigen typischerweise weniger Energie als ein Display mit zusätzlichem Windows-PC.
5. Schneller Start
Für digitale Haustafeln, Infoscreens oder Wegleitsysteme ist ein schneller Systemstart ein wichtiger Vorteil.
6. Kiosk-Betrieb
Android lässt sich sehr gut auf eine einzige Anwendung bzw. einen definierten Anwendungsbereich beschränken. Das ist für Digital Signage ideal.
7. Weniger Wartungsaufwand
Wenn Hardware, OS und Digital-Signage-Software aufeinander abgestimmt sind, kann ein Android-System sehr wartungsarm betrieben werden.
Android – Nachteile
1. Herstellerabhängigkeit
Das Vertrauen in einen Anbieter lohnt sich jedoch, wenn das System sicher läuft und ein langjähriger, verlässlicher Service besteht.
2. Bei Android muss genau hingeschaut werden:
- Wie lange gibt es Sicherheitsupdates?
- Welche Android-Version wird unterstützt?
- Gibt es Remote-Updates?
- Wie lange ist die Hardware verfügbar (Nachkaufgarantie)?
- Gibt es einen festen Produktlebenszyklus?
- Welche APIs und Schnittstellen werden unterstützt?
Bei günstiger Consumer-Hardware kann die Updateversorgung bereits nach relativ kurzer Zeit problematisch werden.
Im Folgenden beleuchten wir im Vergleich noch die Vor- und Nachteile, die für Windows als Betriebssystem sprechen.
Windows-Vorteile
1. Sehr große Software-Kompatibilität
Windows ist unschlagbar, wenn spezielle Windows-Anwendungen eingesetzt werden müssen.
Beispielsweise:
- Microsoft Office
- spezielle Unternehmenssoftware
- Warenwirtschaft
- individuelle Windows-Anwendungen
- spezielle Treiber
- industrielle Software
- bestehende Unternehmensanwendungen
2. Große Auswahl an Hardware und Peripherie
USB-Geräte, Drucker, Scanner, Kameras, spezielle Controller oder andere Peripherie lassen sich meist problemlos integrieren.
3. Bekanntes IT-Ökosystem
Windows ist in vielen Unternehmen bereits Standard. IT-Abteilungen verfügen über entsprechende Kenntnisse und Managementsysteme.
4. Gute Integration in Unternehmens-IT
Active Directory, Microsoft Entra ID, Gruppenrichtlinien, Intune und andere Microsoft-Technologien können ein großer Vorteil sein.
5. Leistungsreserven
Mit einem leistungsfähigen Windows-PC sind auch anspruchsvollere Anwendungen möglich.
Windows – Nachteile
1. Höhere Kosten
Zusätzlich zum Display (sowohl Tabletvariante mit integriertem PC als auch Monitor mit separatem PC) fallen monatliche bzw. jährliche Windows-Lizenz-Kosten an.
2. Größere Komplexität
Mehr Komponenten bedeuten auch mehr potenzielle Fehlerquellen im Betrieb und damit potenziell mehr Serviceeinsätze.
3. Höherer Wartungsaufwand
Windows benötigt regelmäßige:
- Updates
- Sicherheitsupdates
- Treiberupdates
- Neustarts
- Systempflege
Für einen einzelnen Büro-PC ist das kein großes Problem. Bei digitalen Haustafeln oder Infoscreens ab dem dreistelligen Bereich wird es dagegen relevant.
4. Größere Angriffsfläche in der IT-Sicherheit
Ein vollwertiges Windows-System bietet wesentlich mehr Funktionen als ein auf Digital Signage reduziertes Android-System. Entsprechend wichtig sind ein professionelles Sicherheits- und Updatekonzept sowie ein sauberer Kiosk-Modus.
5. Mehr Energieverbrauch
Ein zusätzlicher Windows-PC (betrifft vor allem die Variante Monitor + PC) benötigt in der Regel mehr Energie als ein integriertes Android-SoC (in einer vollintegrierten Tabletvariante).
Was bedeutet das für Digital Signage?
Es kommt immer auch auf die Anwendungen und den Einsatzzweck an.
Android ist besonders sinnvoll für:
- Digitale Haustafeln
- digitale schwarze Bretter
- Schuldisplays
- Infoscreens
- Wegeleitsysteme
- Türschilder
- öffentliche Informationssysteme
- Patienteninformationen
- einfache interaktive Anwendungen
- klassische Digital-Signage-Anwendungen
Faustregel: Wenn hauptsächlich Inhalte angezeigt und über ein CMS verwaltet werden sollen → Android.
Windows ist besonders sinnvoll für:
- komplexe interaktive Anwendungen
- spezielle Unternehmenssoftware
- Warenwirtschaft
- industrielle Anwendungen
- bestehende Windows-Software
- spezielle Hardware/Peripherie
- Anwendungen mit hohen Rechenanforderungen
- tiefere Integration in eine bestehende Microsoft-IT-Landschaft
Warum gekartel jedoch eher den Android-Ansatz bei Digital Signage bevorzugt und auf dieses Betriebssystem setzt, das erfahren Sie in unserem Beitrag