07.04.2026 | Lesezeit: 5 Minuten | 385 Ansichten

Früherkennung und automatische Löschung minimieren Brand- und Betriebsausfallrisiko - Versicherer stellen klare Anforderungen

Die Digitalisierung von Gebäuden schreitet unaufhaltsam voran. Ob in Büroimmobilien, Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern oder öffentlichen Einrichtungen – digitale Displays, Infoboards und vernetzte Medientechnik sind heute fester Bestandteil moderner Infrastruktur. Doch mit der steigenden Technisierung wächst auch eine oft unterschätzte Herausforderung: der Brandschutz auf Geräteebene.

Aktuelle Einschätzungen von Versicherern zeigen: Geräteeintegrierte Brandschutzlösungen rücken zunehmend in den Fokus der Risikobewertung.

Geräteintegrierte Brandschutzlösungen, wie etwa die E-Bulb, etablieren sich immer weiter und sind inzwischen bereits in vielen elektrischen Geräten, unter anderem auch in stromführenden Infodisplays und Medientechnik, verbaut. Sie dienen der zuverlässigen Brandschutzprävention sowie unverzüglichen Löschung im Falle eines Brandes im Inneren eines Gerätes samt Unterbrechung der Stromzufuhr.

Vertreter der Versicherungswirtschaft heben ebenso die zentrale Rolle des geräteintegrierten Brandschutzes für die Schadensprävention hervor.
Auf dem von unserem langjährigen Partner und Brandschutzspezialisten JOB GmbH veranstalteten Brandschutz-Fachseminar BEST 2025 in Stuttgart betonten sie die Bedeutung derartiger Brandschutzsysteme. Miniatur-Feuerlöschsysteme, die direkt in elektrische Geräte, Schaltschränke oder Maschinen integriert werden, bieten laut Experten eine wirtschaftlich effiziente Möglichkeit, brandbedingte Produktionsausfälle deutlich zu reduzieren.

(Basis: Pressemitteilung der JOB GmbH, Oktober 2025)

Jeder dritte Brand durch Elektrizität ausgelöst

Das Allianz Risk Barometer 2025 zeigt, dass Betriebsunterbrechungen aufgrund von Bränden weiterhin zu den größten Geschäftsrisiken zählen. Nach Angaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS) wird jeder dritte Brand durch Elektrizität ausgelöst. Die Folgen sind oft gravierend: Nur rund ein Drittel der betroffenen Unternehmen übersteht einen größeren Brand dauerhaft – etwa zwei Drittel müssen innerhalb von drei Jahren Insolvenz anmelden.

Versicherer schauen genau hin

Versicherungen bewerten Gebäude und technische Anlagen grundsätzlich nach ihrem Risiko. Moderne Medientechnik bringt dabei neue Gefahrenquellen mit sich:

  • Dauerbetrieb von Displays und Systemen
  • Wärmeentwicklung in geschlossenen Systemen
  • Installation in Flucht- und Rettungswegen

Die Folge: Erhöhte Brandlasten und potenzielle Zündquellen, die im Schadensfall erhebliche Auswirkungen haben können.

Versicherer erwarten daher zunehmend nachweisbare Schutzmaßnahmen direkt im Gerät.

Geräteintegrierter Brandschutz schließt Sicherheitslücke

„Geräteintegrierter Brandschutz schließt eine entscheidende Sicherheitslücke: Er greift dort ein, wo Brände häufig entstehen – im Inneren von elektrischen Geräten und Anlagen – und kann somit größere Schäden und lange Ausfallzeiten verhindern“, erklärt Markus Fiebig – Vertriebsleiter Löschprodukte der JOB GmbH.

Um die Betriebskontinuität sicherzustellen, sind wirkungsvolle Brandschutzmaßnahmen heute unerlässlich – nicht nur für kritische Infrastrukturen wie Energie- und Gesundheitsversorgung oder Verkehrssysteme, sondern ebenso für industrielle Produktionsbetriebe.

Als Innovationsführer auf diesem Gebiet hat JOB mehrere Systeme für den geräteintegrierten Brandschutz entwickelt. Die Automatische Miniatur-Feuerlösch-Einheit (AMFE) erkennt Brände beispielsweise in Schaltschränken frühzeitig und löscht sie automatisch. Mit der E-Bulb – dem kleinsten Feuerlöscher der Welt – bietet JOB zudem eine Lösung im Miniaturformat, die sich direkt in elektronische Komponenten integrieren lässt. Dadurch können Brände lokal, schnell und rückstandsfrei gelöscht werden – bevor größere Schäden entstehen.

Was bedeutet „geräteeintegrierter Brandschutz“?

Im Gegensatz zu klassischen Brandschutzmaßnahmen (z. B. Rauchmelder, Sprinkleranlagen, bauliche Abschottungen beziehungsweise Umhausungen) setzt der geräteeigene Brandschutz direkt an der Gefahrenquelle an.

Typische Elemente sind:

  • automatische Abschaltsysteme bei Überhitzung
  • integrierte Brandfrüherkennung innerhalb des Geräts
  • Kapselung kritischer Komponenten
  • Verwendung schwer entflammbarer Materialien
  • aktive Löschsysteme im Gehäuse

Ziel ist es, Brände bereits im Entstehungsstadium zu verhindern oder unmittelbar zu begrenzen – noch bevor sie sich ausbreiten können.

Relevanz für Planung, Bau und Betrieb

Für Planer, Architekten, Betreiber und Facility Manager ergeben sich daraus klare Konsequenzen:

1. Brandschutz beginnt bei der Geräteauswahl

Die Wahl der richtigen Medientechnik ist nicht mehr nur eine Frage von Funktionalität und Design – sondern auch von Sicherheit und Versicherbarkeit.

2. Nachrüstungen werden komplexer

Gerade in Bestandsgebäuden kann die Integration neuer Displays ohne geeignete Schutzmaßnahmen problematisch sein – insbesondere in Fluchtwegen.

3. Versicherungsanforderungen steigen

Fehlende oder unzureichende Brandschutzkonzepte können sich negativ auf:

  • Versicherungsprämien
  • Deckungsumfang
  • Schadensregulierung

auswirken.

Besondere Bedeutung in sensiblen Bereichen (KRITIS & öffentliche Gebäude)

In kritischen Infrastrukturen (KRITIS), Behörden, Hochschulen und Krankenhäusern gelten besonders hohe Anforderungen. Hier spielen digitale Informationssysteme eine zentrale Rolle – gleichzeitig dürfen sie keine zusätzliche Gefährdung darstellen. Geräteeigener Brandschutz wird hier zunehmend zum entscheidenden Kriterium bei Ausschreibungen und Genehmigungen.

Fazit: Brandschutz muss integraler Bestandteil moderner Medientechnik sein

Die Botschaft der Versicherer ist eindeutig: Brandschutz darf nicht nachträglich ergänzt werden – er muss von Anfang an Bestandteil der eingesetzten Technik sein. Unternehmen und öffentliche Auftraggeber, die heute auf geräteeintegrierte Brandschutzlösungen setzen, profitieren mehrfach:

  • höhere Sicherheit für Personen und Gebäude
  • bessere Versicherbarkeit
  • rechtssichere Planung
  • zukunftssichere Investitionen

 

Über JOB:

Die JOB Gruppe mit Sitz in Ahrensburg ist ein international tätiges Unternehmen und einer der führenden Hersteller innovativer Brandschutzlösungen. Mit über 50 Jahren Erfahrung in der Entwicklung von Glasampullen und thermischen Auslösetechnologien liefert JOB weltweit Komponenten für Sprinkler und ist Innovator im geräteintegrierten Brandschutz.

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Jürgen Werner
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